Sep162009

Online-Tagebuch zweier Berlinerinnen

Mitte August klingelte in Hinterzarten bei mir das Telefon. Eine junge Frau aus Berlin wollte einige Informationen von mir über das Wandern ohne Gepäck bei uns im Hochschwarzwald. Sie hätte die Wanderidee im Internet gefunden und würde eventuell gerne eine 9 Tagespauschale mit ihrer Freundin buchen.

blogerinnen

Ja-eigentlich falsch verbunden. Meine geringen Beiträge zur “Wanderidee” sind gelegentliche Einträge in Webkataloge und andere Aktivitäten des Onlinemarketing. Aber moment mal. Zwei junge Berlinerinnen, nach eigenen Angaben: blutige Wanderanfänger, die nun den Schwarzwälder Südsteig wandern möchten, immerhin über 160 Kilometer Wanderstrecke mit einigen Höhenmetern. Wenn das mal keine interessante Geschichte ist (?).

Wir verabredeten, dass die Berliner Wanderinnen ein Tagebuch über die 9 Etappen auf dem Südsteig führen und ich dieses, dann später auf unserem Wanderidee-Blog veröffentlichen darf.

Ob und Wie die Laien-Wanderinnen Ramona und Kristin die 9 Etappen der Wanderidee erlebt haben? Machen wir es kurz: Sie haben es nicht nur geschafft. Sie haben mit Bravour bestanden. 9 Tage im Naturpark Südschwarzwald, auf dem Feldberg und dem Belchen, über 200 gewanderte Kilometer…durch alle Wetterlagen des Hochschwarzwaldes.

Nun sind die Eindrücke von den jungen Wandeinnen “online”. Lesen Sie das Wandertagebuch über 9 Tage auf dem Schwarzwälder Südsteig. Vielleicht bekommen Sie etwas Lust auf Ihre persönliche Wanderidee.

Wandern ist ein Erlebnis – und auch unsere Lokalpresse, die Badische Zeitung, fand Interesse an unseren zwei wandernden Haupstädterinnen. Einen sehr schönen Beitrag über das Duo konnte man gestern in der Zeitung lesen. Titel des Beitrages war treffend: Kuhfladen-Slalom und frische Luft.

HIER der LINK.

Viel Spaß beim Lesen.

Sep102009

9 Etappe: Von Rothaus nach Titisee (21,5 Kilometer)

Ein stärkendes Frühstück für unsere letzte Etappe, es geht uns gut.

Abschluss-Strecke

Wir sind „Superhappy“ als wir feststellen, dass unsere Abschluss-Strecke größtenteils über flaches Land führt. Wir wandern durch weite Wiesen, begegnen Grillen die zirpen. Pferde und Kühe unterhalten uns auf unserem Weg nach Lenzkirch. Uns gefällt dieses malerische Dörfchen sehr.

Wir entscheiden uns gegen den beschwerlichen Aufstieg zum „Hochfirst“ und wandern die „gemütliche“ Strecke über „Saig“, immer der blauen Raute nach. Diese stößt kurz vor Titisee wieder auf die Wanderidee-Route und durch einen schönen Wald geht es bergab dem finalen Ziel entgegen.

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200 Km auf dem Schwarzwälder Südsteig

Wir erreichen das Maritim-Hotel, was auch der Ausgangspunkt unseres „Wandererlebnisses“ gewesen ist. Wir sind sehr stolz auf uns, denn wir haben aus den 160 Kilometer des Schwarzwälder Südsteigs, mit Sicherheit 200 Kilometer gemacht.

Den letzten Abend mit der Wanderidee genießen wir auf unserem Balkon im Maritim, bei einem schönen Sonnenuntergang über dem Titisee. Und natürlich einem tollen Abendessen mit feinem Badischen Spätburgunder Weisherbst.

Sep092009

8 Etappe: Von Höchenschwand nach Grafenhausen (14 Kilometer)

Am nächsten Morgen unterhalten wir uns mit Eva von der Badischen Zeitung, die mit uns ein Interview führt und ein paar Fotos schießt. Unsere Modelqualitäten halten sich zu unserer Überraschung in Grenzen. Herr Porten verabschiedet uns und wir stiefeln los auf unserer vorletzten Etappe der „Wanderidee“.

Wir laufen an der Bundesstrasse entlang, mit Blick auf die Schweizer Alpen, bis wir wieder in einen Wald kommen. Treffen A-Hörnchen und B-Hörnchen mit denen wir gemeinsam ein Lied singen. Wir wandern an bunten Blumen vorbei, in Richtung Weiher.

Einkehr im Schwarzwaldbruck und Schönenbach Besichtigung

Der Wald ist ruhig und friedlich. Vor uns sehen wir den Stausee und wir kehren in dem gemütlichen Biergarten des Gasthauses „Schwarzwaldbruck“ ein. Nach einer erfrischenden Apfelsaftschorle machen wir uns wieder auf den Weg und erklimmen einen gewaltigen Anstieg, der uns dann durch das niedliche Örtchen „Schönenbach“ führt. Dort besuchen wir eine „süße“ Minikirche und machen eine Pause im Grünen mit frischem Obst.

Blaue_Beeren

Trick 17: Heidelbeerwein

Weiter geht es, doch wohin? Wir haben an einer Wegegabelung mal wieder eine 50:50 Chance und entscheiden uns, natürlich, für den falschen Weg. Wir enden nach einigen Kilometer an einem vierfach gewundenen Stacheldrahtzaun. Krissy wird wieder bockig und Ramona greift zu Trick 17: Heidelbeerwein. Es funktioniert. Angeheiter interessieren uns die schmerzenden Füße und unsere Umwege nicht mehr und wir bewältigen beschwingt das letzte Stück Fußweg zu Rothaus nach Grafenhausen.

Ankunft im Brauereigasthof Rothaus

Zu unserer positiven Überraschung übernachten wir im Brauereigasthof von Rothaus. Wir gewöhnen uns nur langsam an den strengen Geruch der Maische der in der Luft liegt, aber das kühle Bier im Brauereieigenen Biergarten schmeckt hervorragend. Unser Zimmer ist, wie immer, großartig geräumig und gemütlich.

rothausbrauerei

Zwei junge Schwarzwälder Burschen vom Empfang sind so nett, uns trotz ihres freien Tages mit einem flotten Cabriolet zum nächsten Supermarkt zu fahren. Glücklich kaufen wir uns ein paar Flaschen Mineralwasser.

Abends speisen wir feinste Badische Küche im Restaurant des Hotels. Wir bestellen Kässpätzle und Linsen mit Spätzle und Seidenwurst hinzu. Und natürlich einen halben Liter Rothausbier für jeden. Auch heute ist gegen elf Uhr für uns Schluss und wir fallen müde in unsere Betten.

Sep082009

7 Etappe: Von Todtmoos-Strick nach Höchenschwand (23 Kilometer)

Wehmütig verlassen wir unsere gemütlichen Betten und das schöne Zimmer an diesem Morgen. Nach einem tollen Frühstück mit frischen Blaubeeren, freuen wir uns auf unsere heutige Strecke, die uns unter anderem nach St.Blasien und den Albstausee entlang führt.

Kuhfladen Slalom und eigene Wege

Wir fühlen uns an diesem Morgen ausgelaugt und die Strapazen des Vortages haben erstmalig ihre Spuren hinterlassen. Es geht bergab nach Todtmoos, wo wir uns die Pilgerkirche anschauen. Weiter wandern wir den Karl-Carstens-Weg an der Wehra entlang, durch eine wunderschöne waldige und felsige Schlucht. Wir quälen uns zum „Ibacher Kreuz“ hinauf und gelangen in ein Naturschutzgebiet. Wir freuen uns „wie verrückt“, als wir feststellen, dass unser Weg uns über Viehweiden führt. Wir genießen den Slalom durch die Kuhfladen, überqueren eine Bundesstrasse und erreichen schließlich Oberibach.

Erneut widersetzen wir uns unserem Kartenmaterial, weil wir gerne den Ort anschauen möchten. Dann möchten wir wieder zurück auf unseren ursprünglichen Weg und haben Schwierigkeiten dabei. Wir erreichen einen Weg, von dem wir meinen, dass er dem angegebenen Weg auf unserer Wanderkarte gleicht. Ein Irrtum, was wir daran erkennen, dass keine Wanderschilder den Weg säumen. Eine Begegnung mit Schweizer Wanderer bringt uns „Gott sei Dank“ zurück auf den richtigen Pfad.

domblick

Domstadt St. Blasien

Über „Mutterslehen“ orientieren wir uns in Richtung St.Blasien. Wir durchqueren außerplanmäßig das „Ibacher Sägewerk“ und gelangen schließlich an eine Bundesstrasse, der wir immer Richtung St.Blasien folgen. An der „Urbacher Säge“ treffen wir wieder auf unser Wanderzeichen und durch den Wald gelangen wir in die Schwarzwälder Domstadt. Nach einer Besichtigung des wunderschönen Doms, genießen wir einen Eisbecher und machen uns wieder auf unseren Weg.

Mit Käsebrötchen in der einen Hand und Blaubeerwein in der anderen Hand gelangen wir am Stadtrand an einer Bäckerei vorbei. Dort wollen wir uns vergewissern, ob wir auch auf der richtigen Route sind. Eine Frau die beim Bäcker einkauft, bietet uns an, uns im Auto ein Stück mitzunehmen. Da es schon spät ist und wir unsere Extrarunden schon gelaufen waren, nehmen wir dankend an. Im dunkelblauen Volkswagen fahren wir bis nach Häusern an den Sportplatz, wo wir uns absetzen lassen. Dort plauschen wir mit einem Wanderpärchen das wir treffen und wandern dann die letzten Kilometer an unser Ziel.

Ankunft in Portens Hotel Fernblick

Als wir unser Gasthaus „Portens Hotel Fernblick“ erreichen, werden wir bereits erwartet. Nach einer herzlichen Begrüßung an der Rezeption, informiert man uns, dass Herr Porten uns persönlich um 19:00 Uhr zum Dinner abholt. Das ist dann auch der Fall. Wir steigen mit unserem Gastgeber in sein Auto.

Zeitreise und regionale Köstlichkeiten

Während der kurzweiligen Fahrt zu seinem historischen Landgasthof „Das Rössle“ erfahren wir so einiges über die Umgebung, Ortschaften und Menschen. Dort angekommen, bekommen wir von Herrn Porten eine kleine Führung durch den Kräutergarten, die Traktorausstellung, den Kuhstall und durch ein paar, original restaurierte Zimmer der historischen Herberge. Wir fühlen uns wie auf einer Zeitreise.

historische_gastzimmer

Nach diesen Eindrücken gehen wir über die Terrasse, unter einer schönen Linde ins Restaurant und speisen fantastische Leckereien aus der Region. Besonders angetan, hat uns das frische hausgemachte Brot.

Pünktlich, gegen 21:30 Uhr fallen uns die Augen zu. Wir sind müde. Herr Porten bringt uns nach einem gelungenen Abend zurück in das Hotel und wir schlafen unverzüglich ein.

Sep072009

6 Etappe: Von Todtnau-Fahl nach Todtmoos (22 Km)

Voller Elan machen wir uns auf die nächste Etappe, mit dem vagen Fernziel: Blößling. Dort soll man eine wunderbare Aussicht über das zweite Bernauertal haben. Die Wanderwege sind etwas unspektakulär und wir laufen auf einem Schotterweg durch den Wald.

Baumreihe

Anstieg zum „Blößling“

Auf dem Silberberg genießen wir die ersten Fernblicke. Unter uns hören wir Motorsägenlärm und sitzend als Zuschauer betrachten wir das Fällen eines Baumes in der Ferne. „Baum fällt“.
Überhaupt sind hier in der letzten Zeit einige Bäume gefallen. Schneisen im Wald, sowie Baumstämme und Holzreste am Wegesrand, zeugen von einem aktiven Forstbetrieb in dieser Gegend.

Wir erlauben uns eine kleine Verschnaufpause am „Ecklekopf“ und wir bekommen die furchtbare Vermutung, dass wir zuerst in das Tal herunter wandern, bevor wir uns wieder an dem gegenüber liegenden Berg hinauf quälen müssen. Unsere Vermutung bestätigt sich sehr schnell, nach der Überquerung der Hauptstrasse. Der kilometerlange Anstieg zum „Blößling“ bringt uns beide sehr ins Schwitzen. Aber es lohnt sich. Wir genießen die wunderschöne Aussicht in das „Bernauertal“.

Vom Wandern im Schwarzwalddschungel

Wir schauen uns unsere Wanderkarte an und denken, das Schlimmste für heute liegt hinter uns. Weiter geht es in Richtung „Hochkopf“. Auf einmalverengt sich der Wanderweg, Pflanzen wachsen uns über den Köpfen und wir befinden uns mitten im Naturschutzgebiet. Jetzt wäre eine Machete sehr von Nutzen. Wir wandern durch Blaubeer-, Himbeer-, und Brombeerfeldern und wir laben uns an den herrlichen Früchten. Das Angebot ist hier auch nötig, denn wir sehen kein Restaurant oder Gasthaus an unserem Weg entlang.

Abstecher Hochkopfturm und viel Umweg

Wir entscheiden uns dafür, dem Tipp aus unserer Wanderbroschüre zu folgen und machen einen Abstecher zum Hochkopfturm, der einen tollen Fernblick nach Freiburg verspricht. Enthusiastisch quälen wir uns zum Turm hinauf, doch von Freiburg in der Ferne ist keine Spur. Da uns keine Wanderschilder den Weg weisen, richten wir uns „exakt“ nach der Wegbeschreibung auf unserem Kartenmaterial. „Nach 50 Meter links…“ Wir stellen schockiert fest, dass Links total falsch war und wir etwa 7 bis 8 Kilometer zuviel gelaufen sind. Die ganze Etappe ist eh eine der anstrengenden und nun durch den Umweg, wollen unsere Füße nicht mehr. Wir kommen in einem Ortsteil von Todtmoos heraus, wandern eine Bundesstraße entlang über ein Feld und gelangen „endlich“ nach Todtmoos. Wir feiern unsere Ankunft und belohnen uns mit einem Blaubeerwein.

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Ankunft im Hotel Rößle in Todtmoos

Die letzten Meter laufen wir auf dem „Zahnfleisch“, da uns die Füße nicht mehr tragen. Der Blaubeerwein entfaltet schnell seine Wirkung und angeheitert fahren wir mit dem Bus die letzten Meter in unser heutiges Gasthotel, das „Rössle“ in Todtmoos – Strick. Wir werden von der Familie Maier herzlich begrüßt und beziehen ein sehr schönes, geräumiges Zimmer mit herrlicher Terrasse.

Wir machen uns schnell frisch, um nicht das Abendessen zu verpassen. Wir entscheiden uns für das „Leichte Sommermenü“ und kommen in den Genuss, des wohl leckersten Rinderfilet im ganzen Schwarzwald. Schön saftig und innen noch etwas blutig – unserer heutigen Stimmung perfekt angemessen. Das fantastische Essen, der leckere Wein, unsere netten Tischnachbarn – die sich ebenfalls verlaufen hatten, entschädigten uns für die Qualen des Tages. Wir schlafen in dieser Nacht wie die Murmeltiere und würden gerne die Matratzen in unsere Koffer packen.

Sep062009

5 Etappe: Vom Wiedner Eck nach Todtnau-Fahl (23 Kilometer)

Am nächsten Morgen werden wir im Frühstücksraum von Herrn Graph begrüßt, der uns bereits am Vorabend mit seinen Informationen über das Buffet begeistert hat. Er liest uns alle Wünsche von den Augen ab und wir genießen ein verwöhnendes Frühstück in dem Berghotel.

Knöpflesbrunnen und jede Menge Aussicht

Frisch gestärkt laufen wir los. Wir wandern bei traumhaftem Sonnenschein Wiesen und Wege, an alten Bauernhöfen vorbei, ausnahmsweise mal den Wanderideezeichen hinterher. „Haben wir uns auch genügend mit „Zeckito“ eingesprüht?“, denn wir haben beide eine neurotische Angst vor Meningitis und Borreliose.

Weiter geht es, über Stock und Stein, über das „Knöpflesbrunnen“. Dort angekommen, machen wir noch einen kurzen Abstecher auf den Gipfel. Wir haben noch eine Menge „Aussicht“ nachzuholen. Es ist uns heute bestens vergönnt. Wir haben einen Wunderschönen Blick ins Tal. Dort oben gibt es auch ein Gasthaus und Ramona bestellt sich, wie immer in den letzten Tagen, einen Grog. Krissy ordert einen Blaubeerwein bei der freundlichen Kellnerin, während sie die Gastgeberin über die Todtnauer Rodelbahn löchert.

Rodelbahn_berg

Todtnauer Rodelbahn

Wir haben zur Abwechslung mal Bock auf etwas „Jugendliches“. Also verlassen wir zum ersten Male bewusst unsere Wanderroute und schlagen uns durch bist nach Todtnau ins Tal hinab. Die Rodelbahn ist nicht zu übersehen. Wie ein riesiger Lindwurm schlängelt sie sich, hinter jedem Baumwipfel sichtbar, den Berg hinauf. Wir wandern hingegen steil bergab an einem Feriendorf vorbei und erreichen die Innenstadt eines schönen Städtchens. Aber wir haben wieder keine Chance Geld auszugeben. Es ist Sonntag und die Geschäfte haben größtenteils geschlossen. Also auf zum Rodeln.

Wenig später schon, sitzen wir auf dem Zweiersessel mit dem Lift den Berg hinauf. Doch dann heißt es Schlange stehen. Bei diesem schönen Sonntagswetter hatte natürlich der gesamte Südschwarzwald, einschließlich den Nachbarn aus der Schweiz und den Franzosen, die gleiche Idee wie wir und einen Besuch der erlebnisreichen Rodelbahn beschlossen. Wir stehen uns etwa eineinhalb Stunden die Beine in den Bauch und dürfen dann endlich die Bahn runterrauschen. Die Abfahrt ist so spektakulär, dass wir uns für das lange Warten entlohnt fühlen. Aber in der Zwischenzeit ist es auch spät geworden.

Konus und der kürzeste Weg

Wir greifen zu den technischen Errungenschaften unserer gegenwärtigen Zivilisation und Ramona ruft vom Sessellift in Todtnau ihren Vater in Berlin an. Der findet über Internetsuchmaschinen schnell denn richtigen Busfahrplan, Haltestelle und den Hinweis, dass für uns mit „Konus“ die Fahrt sogar kostenlos ist. Auch Krissy konnte endlich mit ihren Eltern in der Schweiz telefonieren, denn ausnahmsweise hatte ihr Handy ebenfalls Empfang.

Ankunft Hotel Lawine in  Todtnau-Fahl

Heute kommen wir mit leichtem Sonnenbrand bei unserer Herberge, in Todtnau-Fahl an. Herzlich wie immer auf unserer Tour, werden wir auch in der familiengeführten „Lawine“ empfangen.

Nach einem kühlen Bier und vor dem Abendessen, marschieren wir noch einmal los zu einem nahe gelegenen Wasserfall. Es ist ein kleiner Abstecher durch das Unterholz, bevor wir uns zum Abschluss des Tages mit einer Forelle „Müllerinnen Art“ in der Lawine belohnen lassen.

blick_todtnau

Das heutige Fazit fällt überschwänglich aus: Sonnenschein, wunderschöne Aussichten und Wege, tolles Rodeln und einen leckeren Fisch zum Abendessen – so schön kann Urlaub sein. Wir schlafen ausgezeichnet und sind gestärkt für den nächsten Tag.

Sep052009

4 Etappe: Vom Notschrei zum Wiedner Eck (21 Kilometer)

07:00 Uhr, der Wecker klingelt. Etwas ungläubig reiben wir uns die Augen, denn die Sonne scheint uns durch die Fenster. Immer noch kein Muskelkater, was wohl auch an den Saunagängen und dem anschließenden Kulinarischen Wellness liegt. Das Frühstück im Notschrei-Hotel ist ebenfalls toll und frisch gestärkt und gut gelaunt ziehen wir los.

Wenn einen die Sonne begleitet…

Ein kühler Morgen empfängt uns. Doch die Luft ist wunderbar und die Sonne scheint, sich statt des Regens als Begleiter anzubieten. Wir kommen in das Naturschutzgebiet, Bächlein plätschern rechts und links an uns das Tal herab, als natürliche Ventile für den gestrigen Regen.

Kurzer Chat mit „Bambi“, dann führt uns der Weg durch einen Wald, an einem Baumfriedhof vorbei. Der Bannwald zieht uns in seinen Bann, bis sich der Wald vor uns lichtet und wir einen traumhaften Blick in das Land erhalten. „Krissy“ erzählt aus der Geschichte der „Wanderhure“ von Iny Lorentz, von Konstanz unserem späteren Reiseziel, das wir nach unserem Wandererlebnis mit der Wanderidee anstreben. Wir wandern über weite Wiesen an Bauernhöfen, Pferde und Kühen vorbei und erreichen ziemlich schnell unser nächstes Etappenhotel, das Berghotel „Wiedner Eck“.

Anstieg Belchen

Wir ziehen weiter, in Richtung „Belchen“, am Wasserspielplatz, Gänsen und einsam gelegenen Schwarzwaldhäusern vorbei. Wir lassen Hohltannen und Mulden hinter uns und beginnen einen „brutal“ steilen Aufstieg zum „Belchen“ hinauf. Immer wieder halten wir inne, um die fantastische Aussicht und die sagenhafte Luft zu „inhalieren“.

blick_tal

Oben angekommen, gönnen wir uns eine kleine Verschnaufpause im Restaurant „Belchenhaus“, was wir sehr empfehlen können. Ein kurzes Telefonat mit den Lieben in Berlin und schnell wieder raus, zur schönsten Natur. Was gestern an Aussicht fehlte, bekommen wir heute tausendfach zurück. Wir klettern auf den Gipfel des „Belchen“ und drehen mehrere Runden um den Gipfel herum. Wir wollen nie wieder woanders sein.

Das perfekte Wandergefühl

Irgendwann steigen wir doch den „megasteilen“ Weg den Berg hinab. Wir sehen in der Ferne einige „Idioten“ stehen, die mitten im Naturschutzgebiet in den Blaubeerbüschen trampeln und Büsche ausreißen. Wir wünschen ihnen boshaft blaue Flecken und zerrissene Stoffe an den Kleidern. Die Wanderstrecke ist steinig und wurzelig und beschert uns mit dem Sonnenschein das perfekte Wandergefühl. Leider nimmt der Verkehr auf dem Weg zu, da das Wetter auch einige Mountainbiker rauslockt. Wir wandern weiter durch den Wald in Richtung „Krinne“ und haben dort einen weiteren heftigen Anstieg vor uns. Da wir es nicht eilig haben, weil doch das Wetter so schön ist, spazieren wir gemütlich zurück zum Berghotel „Wiedner Eck“.

Ankunft im Berghotel Wiedener Eck

Auch hier erwartet uns ein herzlicher Empfang an der Rezeption. Alle sind hier außerordentlich freundlich und wir werden sofort als die „Blogerinnen“ erkannt. Man begleitet uns freudig auf unsere Zimmer, in denen unsere Koffer schon auf uns warten. Hier werden wir wieder überrascht. Ein großzügiges Zimmer mit märchenhaftem Ausblick ins Tal, dazu ein kleiner Präsentkorb auf unseren Betten. So etwas nennt man wohl Gastlichkeit.

Berghotel

In der näheren Umgebung des Berghotels „Wiedner Eck“ kann man außer Wandern nur sehr wenig unternehmen und so gönnen wir uns an diesem Abend erneut einen ausgiebigen Saunagang – auf sehr bequemen „Ruheliegen“.

Wir machen uns frisch für das Abendessen und als wir in das Hotelrestaurant treten, werden wir von einem aufmerksamen Herrn an „unseren“ Tisch geleitet. Zur Begrüßung erhalten wir ein Glas Sekt, während man uns das Abendbuffet erklärt. Das „Schwarzwälder Buffet“ ist für uns ein kulinarisches Ereignis der Extraklasse. An diesem Abend schlafen wir überwältigt von unseren Eindrücken zufrieden ein.

Sep042009

3 Etappe: Vom Feldberg zum Notschrei (23 Kilometer)

Nach einem reichhaltigen Frühstück in „Nimmerland“ verlassen wir das Hotel und beginnen mit dem Anstieg auf den Feldberggipfel. Leider haben wir keine Sicht auf dem höchsten Berg Baden Württembergs. Keine Sicht auf die Schweizer Alpen und kein Blick auf die Französischen Vogesen. Dafür sehen wir auf den Weiden außergewöhnlich hübsche Kühe. Die Luft ist sehr rein und es regnet nicht. Noch nicht.

feldberg_gipfel

Es geht den Berg hinab zur „Stübenwasen“, dort erwartet uns eine kleine Ziege mit einer großen Glocke um den Hals. Wir fragen einen älteren Herrn am Wegesrand, wo denn der angekündigte Regen bleibt? Theatralisch blickt er hinauf in die Wolken, ehe er uns versichert: „Mittags geht’s los.“ Gemütlich trinken wir jeder ein Radler am „Stübenwasen“ und wandern nach kurzer Rast weiter.

Regen und eine Umleitung mitten im Wald

Der Regen will nicht bis Mittag warten und holt uns bald ein. Wir naschen fleißig an den Blaubeerbüschen die uns am Wegesrand begleiten und trotzen so dem Regen. Die Hinweisschilder werden weniger oder wir sehen sie vor lauter Regen nicht mehr. Über jedes „Wanderideezeichen“ freuen wir uns. Dummerweise ist zurzeit auch noch dieser Teil des Westweges gesperrt und wir müssen die Route verlassen und den Umleitungsschildern folgen.

Nun wissen wir gar nicht mehr wo wir sind. Keine Schilder nur endloser Regen. Bäume links, Bäume rechts, Bäume überall. „Krissy“ wird bockig – „kriegt Hörnchen“. Jetzt haben wir so tolle Wanderschuhe gekauft, aber keine komplette Regengarnitur. Hätten wir das Geld in Ölzeug investieren sollen? „Krissy“ ist nass, Ramona sieht trocken aus. Hat man Ramona nicht den Regenschirm geklaut? Ramona weicht den Regentropfen besser aus.

Keine Aussicht am Schauinstal

Dank zweier ortskundiger Wanderer gelangen wir wieder auf den richtigen Pfad und erreichen tropfnass das Waldhotel am Notschrei. Die nette Frau an der Rezeption bringt uns Handtücher, sodass wir uns für den zweiten Teil unserer Etappe wappnen können. Tatsächlich brechen wir noch einmal auf und halten uns, den bisherigen Strapazen trotzend, in Richtung „Schauinstal“.

Es regnet wieder heftig. Das schlechte Wetter verdirbt die Freude am wandern. Sturmböen zerstören unsere, vom Hotel geborgten Regenschirme. Wir erreichen den Rundweg des „Schauinstal“ und quälen uns die Treppen hoch. Leider alles umsonst, denn wie erwartet: Keine Aussicht auf Nichts. Wir machen uns mit Frust auf den Rückweg zum Hotel. Ramona versucht einen neuen Streckenrekord aufzustellen, was „Krissy“ verärgert. Leider sind wir nicht schnell genug. Kurz vor dem Waldhotel entscheidet sich der Himmel für einen Wolkenbruch. Nun sind wir nass bis auf die Knochen – sprichwörtlich.

Wolkenwege

Ankunft im Waldhotel am Notschrei

Im Hotel beziehen wir schnell unser komfortables Zimmer, entledigen uns der nassen Sachen und stürmen die Sauna des Hotels. Zum Abendessen im Waldhotel Notschrei gönnen wir uns eine Schwarzwaldforelle die sehr lecker ist. „Hätte auch aus unserer Spree sein können.“ Nun, gesättigt und entspannt, ziehen wir unser bisheriges Fazit.

Wie haben etwas Gliederschmerzen, die Muskel halten sich gut und überhaupt; geht es uns körperlich besser als erwartet. Früher als normal gehen wir ins Bett. Wir sind kaputt und todmüde.

Sep032009

2 Etappe: Hinterzarten zum Feldberg (13 Kilometer)

Heute ist ausschlafen angesagt, da die bevorstehende Strecke verhältnismäßig kurz zu sein scheint. Wie die Wettervorhersage es bereits „vorhergesagt“ hat, regnet es Bindfäden und wir drücken uns noch einmal in die weichen Kissen und vor dem „los wandern“. Kristin leidet unter starker Migräne, aber gegen 10:00 Uhr raffen wir uns auf und wollen starten, auch gilt es noch das Frühstücksbuffet zu erwischen.

Imbery_Gartenblick

Eines von vielen Indizien dafür, dass das Imbery in der vierten Generation „familiengeführt“ wird, ist die wunderbare selbstgemachte Marmelade von Frau Hättich auf dem Frühstücksbuffet. Frau Hättich verabschiedet uns herzlich und gibt uns noch ein paar „Painkillers“ mit auf den Weg. Außerdem bekommen wir noch eine tolle Wanderkarte der Umgebung geschenkt.

Vom Regen und dem echten Wanderfeeling

Mit 2 Regenjacken, hochgekrempelten Hosen und Ramona sogar, mit Schirm – laufen wir am Skimuseum vorbei zum Hotel Sonnenberg, wo wir uns erst einmal unterstellen. Es regnet heftig. Erschrocken sehen wir hinab auf eine Brandruine (Kettererhof). Der Regen lässt nicht nach und wir laufen einfach los, den Emil-Thoma-Weg entlang. Der Weg ähnelt mehr einem reißenden Fluss, da ständig die zahlreichen Rinnsale unsere nicht wasserdichten Schuhe umspülen. Unzähligen Fröschen und Kröten retten wir dadurch das Leben, indem wir sie nicht niedertrampeln.

Wir laufen in den schönen Wald, es riecht nach Tanne, wir atmen saubere Luft – links befindet sich ein Fischweiher, wo Ramonas Freund wahnsinnig gerne seine Angel auswerfen würde, wäre er dabei.

Über Waldwege gespickt mit Wurzeln und Gestein geht es stetig bergauf. Das ist endlich mal richtiges „Wanderfeeling“. Rechts vom Weg bestaunen wir riesige, bewachsene Gesteinsbrocken (wohl aus der Gletscherschmelze).

Mystischer Schwarzwald

Wir benutzen weder Uhr, noch Wanderkarten, noch Fotoapparat, da es einfach zu stark regnet. Wir überqueren eine kleine Holzbrücke unter der sich ein schwellender Bach faszinierend seinen Weg ins Tal bahnt. Danach erreichen wir den „Häuslebauernhof“ und dort eine riesige freie Fläche zur Aussicht. Trotz des heftigen Regens können wir in der Ferne tausende Baumspitzen verschwommen erkennen. Durch die tief hängenden Wolken wirkt der Anblick äußerst mystisch.

Feldsee_nebel

Weiter geht’s in Richtung Feldsee, denn diese Route ist kürzer und laut Frau Hättich auch wesentlich schöner. Kristin hat immer noch Migräne uns so sind uns beide Gründe für die Strecke recht. Plötzlich taucht rechts ein steiler Weg den Berg hinauf. Ein Schild weist den „Raimartihof“ aus, eine weitere Empfehlung von Frau Hättich. Oben angekommen eröffnet sich ein traumhafter Blick ins Tal auf den Hof. Im Hintergrund erhebt sich ein Berg, von Tannen übersät. Unwillkürlich denken wir an die Gebrüder Grimm und ihren Märchen, bei dieser Märchenkulisse.

Einkehr im Raimartihof

Wir lassen uns vom Regen zum „Raimartihof“ runterspülen und kehren dort ein. Die Hausherrin kümmert sich sehr liebevoll um ihre zwei nassen Gäste und auch das Vesper war wie versprochen, sehr lecker. Als wir wieder etwas trockener sind wollen wir uns auf den Weg machen und stellen fest, dass eine diebische Wandergruppe rüstiger Grauhaariger Ramonas Regenschirm „ausgeliehen“ hat und wir nun ganz ohne Schirm dastehen. Wir wandern weiter.

Verregnetes Highlight: Der Feldsee

Das letzte Stück führt uns um den Feldsee, der idyllisch mitten im Wald liegt. Wir ärgern uns, trotz des schlechten Wetter, über unser fehlendes Badezeug, stellen dann aber fest, dass man dort gar nicht Baden darf. Noch 1,5 Kilometer steil bergauf, immer im Zick-Zack, einen Trekkingpfad entlang. Wir nehmen die Abkürzung der Eingeborenen, gerade und noch steiler bergauf – wir sind ja hart im nehmen. Eine letzte steile Anhöhe und wir sehen die Liftanlage des Feldbergs über dem großen Parkplatz.

Ankunft im Feldbergerg Hof

Vollkommen verfroren und durchnässt, dafür voller Vorfreude auf die Saunalandschaft des Hotels erreichen wir, nach einem harten und wunderbaren Wandertag unser Sporthotel, den Feldberger Hof. Wir bringen unsere Sachen auf die Zimmer, in denen schon unser Gepäck auf uns wartet, ziehen uns schnell um und: Ab zum Relaxen. Wir kommen in einer wunderschönen 4 Sterne-Saunalandschaft an und stolpern über etwa 30 grölende und schreiende Kinder. Das Sporthotel ist auch ein bundesweit prämiertes Kinderhotel. Aber wir lassen uns von dem Getöse die Laune nicht verderben – wozu gibt es Kopfhörer?

Relativ „gechillt“ begeben wir uns gegen 18:00 Uhr in das Hotelrestaurant, wo uns ein reichhaltiges und köstliches Buffet für die Anstrengungen des Tages entschädigt und wo uns erneut, unsere kindlichen Bekanntschaften aus der Sauna unterhalten. Wir essen sehr viel und entschließen uns anschließend zu einem kleinen Verdauungsspaziergang um das Hotel, auch weil wir die Stille der Nacht genießen. Zurück im Hotel haben die Kinder anscheinend beschlossen uns eine gute Nacht zu wünschen, denn geschlossen springen und singen sie in der Lobby um einen Pelzbären herum. Wir bahnen uns einen Weg auf unser Zimmer und brechen erschöpft, ob soviel Jugend und einem erlebnisreichen Wandertag, auf unseren Betten zusammen.

Sep022009

1 Etappe: Titisee nach Hinterzarten (21 Kilometer)

07:00 Uhr – Der Wecker reißt uns aus unseren Träumen. Wir haben schon wieder Hunger und das reichhaltige Frühstücksbuffet des MARITIM erinnert uns noch einmal daran, dass wir in einem 4 Sterne Hotel bewirtet werden. Wir richten uns ein Lunchpaket für die heutige Etappe, auch wenn wir nach unserem Frühstück kaum glauben mögen, dass wir den Tag über noch einmal Hunger bekommen werden.

Titisee_See

Von Wanderkarten und ersten Begegnungen mit dem Schwarzwald

Um 08:45 Uhr verlassen wir voller Elan das MARITIM und starten unsere erste Etappe der Schwarzwälder Wanderidee. Noch in Titisee, etwa 15 Minuten später, verzetteln wir uns das erste Mal. Ist hier irgendwo eine Wegbeschreibung?
Macht ja nix, wir sind ja nicht doof. Wir fragen uns bei anderen Passanten durch und gelangen schließlich ordentlich aus dem Ort – ins Grüne. Wir treffen unterwegs kaum eine Menschenseele, aber wenn dann freuen wir uns über aufgeschlossene und freundliche Menschen. Jeder grüßt hier jeden…das kennt man aus der Hauptstadt ja nich so; Wa?

Gott sei Dank deckt sich der Westweg immer wieder mal mit unserer Strecke, da wir nur mit Hilfe des Wanderideezeichens wohl nie ans Ziel gelangen werden. Eine Wanderkarte zu lesen ist unser beider Stärke aber auch nicht. Ramona und ich lachen noch; das kann ja heiter werden. Kurz vor der Fürsatzhöhe verlaufen wir uns schon wieder, kommen später aber wieder auf die vertraute Strecke zurück. Eine Abkürzung?

Wir sehen Schwarzwälder Wiesen, Auen, Bäche und natürlich viele Kühe im Freien und einige Bauernhöfe mit ihren unverkennbaren Schindeldächer oder Wände. Das Wetter ist anfangs feucht und nieselig, später trocken und wolkig – das perfekte Wanderwetter. Leider haben sämtliche Lokalitäten auf unserer Wanderstrecke geschlossen und wir halten uns an unser Lunchpaket. Also kein Hungertod.

Highlight der ersten Etappe: Die Ravennaschlucht

Wir nähern uns den Highlights der Wanderetappe: Dem Picketfelsen und der Ravennaschlucht. Vorfreude erfüllt uns, doch wir verlaufen uns wieder, die Ziele vor den Augen. Wo sind denn jetzt und hier die Schilder? Wir gelangen, ohne den Picketfelsen zu sehen direkt in die Ravennaschlucht.

Traumhaft fällt hier das Wasser aus zwei Richtungen den Berg hinunter. Unten angekommen, stehen wir vor dem Hofgut Sternen auf historischem Boden. Anscheinend ist hier die vierzehnjährige Königsbraut Marie Antoinette mit ihren Kutschen durchgefahren und hat hier auch Rast gemacht. Wir ziehen die Schlucht hoch und halten uns dann nach Hinterzarten.

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Ankunft in Hinterzarten

Um etwa 15:30 Uhr erreichen wir den Luftkurort und genießen ein wohlverdientes Radler, bevor wir in unserem nächsten Hotel ankommen. Das IMBERY liegt inmitten von Hinterzarten, neben Rathaus und „Kirchenwiese“ und wir beziehen ein schönes Zimmer mit Blick auf Wiesen und Wälder. Wir ruhen uns etwas aus. Bis jetzt haben wir keine Schmerzen, waren von Unfällen verschont und unsere neuen Wanderschuhe laufen sich super.

Abendessen und Lagebericht

Gegen 19:00 Uhr gehen wir in das Hotelrestaurant und treffen uns dort mit Stephan von der Wanderidee. Ihm haben wir den Deal zu verdanken: Tagebuch gegen Abendessen. Er ist mit unserer ersten Etappenbeschreibung nicht ganz zufrieden und wir nehmen uns vor, in unseren nächsten Notizen etwas mehr von der Natur mit aufzunehmen. Aber wir haben doch auch Bilder gemacht…zählt das nix?

Das von Thomas servierte 4 Gänge Menü schmeckt uns ausgezeichnet. Als Hauptgang gibt es sogar Wild: Hirsch in Sauerkirschsauce. Lecker. Wir tragen unsere Haut, wahrlich nicht umsonst zum Markte. Heute trinken wir einen Spätburgunder Weisherbst aus dem nahen Glottertal zu unserem Abendessen. Nach dem Essen sind wir ziemlich geschafft und verziehen uns in unsere „Kojen“.