4 Etappe: Vom Notschrei zum Wiedner Eck (21 Kilometer)

07:00 Uhr, der Wecker klingelt. Etwas ungläubig reiben wir uns die Augen, denn die Sonne scheint uns durch die Fenster. Immer noch kein Muskelkater, was wohl auch an den Saunagängen und dem anschließenden Kulinarischen Wellness liegt. Das Frühstück im Notschrei-Hotel ist ebenfalls toll und frisch gestärkt und gut gelaunt ziehen wir los.

Wenn einen die Sonne begleitet…

Ein kühler Morgen empfängt uns. Doch die Luft ist wunderbar und die Sonne scheint, sich statt des Regens als Begleiter anzubieten. Wir kommen in das Naturschutzgebiet, Bächlein plätschern rechts und links an uns das Tal herab, als natürliche Ventile für den gestrigen Regen.

Kurzer Chat mit „Bambi“, dann führt uns der Weg durch einen Wald, an einem Baumfriedhof vorbei. Der Bannwald zieht uns in seinen Bann, bis sich der Wald vor uns lichtet und wir einen traumhaften Blick in das Land erhalten. „Krissy“ erzählt aus der Geschichte der „Wanderhure“ von Iny Lorentz, von Konstanz unserem späteren Reiseziel, das wir nach unserem Wandererlebnis mit der Wanderidee anstreben. Wir wandern über weite Wiesen an Bauernhöfen, Pferde und Kühen vorbei und erreichen ziemlich schnell unser nächstes Etappenhotel, das Berghotel „Wiedner Eck“.

Anstieg Belchen

Wir ziehen weiter, in Richtung „Belchen“, am Wasserspielplatz, Gänsen und einsam gelegenen Schwarzwaldhäusern vorbei. Wir lassen Hohltannen und Mulden hinter uns und beginnen einen „brutal“ steilen Aufstieg zum „Belchen“ hinauf. Immer wieder halten wir inne, um die fantastische Aussicht und die sagenhafte Luft zu „inhalieren“.

blick_tal

Oben angekommen, gönnen wir uns eine kleine Verschnaufpause im Restaurant „Belchenhaus“, was wir sehr empfehlen können. Ein kurzes Telefonat mit den Lieben in Berlin und schnell wieder raus, zur schönsten Natur. Was gestern an Aussicht fehlte, bekommen wir heute tausendfach zurück. Wir klettern auf den Gipfel des „Belchen“ und drehen mehrere Runden um den Gipfel herum. Wir wollen nie wieder woanders sein.

Das perfekte Wandergefühl

Irgendwann steigen wir doch den „megasteilen“ Weg den Berg hinab. Wir sehen in der Ferne einige „Idioten“ stehen, die mitten im Naturschutzgebiet in den Blaubeerbüschen trampeln und Büsche ausreißen. Wir wünschen ihnen boshaft blaue Flecken und zerrissene Stoffe an den Kleidern. Die Wanderstrecke ist steinig und wurzelig und beschert uns mit dem Sonnenschein das perfekte Wandergefühl. Leider nimmt der Verkehr auf dem Weg zu, da das Wetter auch einige Mountainbiker rauslockt. Wir wandern weiter durch den Wald in Richtung „Krinne“ und haben dort einen weiteren heftigen Anstieg vor uns. Da wir es nicht eilig haben, weil doch das Wetter so schön ist, spazieren wir gemütlich zurück zum Berghotel „Wiedner Eck“.

Ankunft im Berghotel Wiedener Eck

Auch hier erwartet uns ein herzlicher Empfang an der Rezeption. Alle sind hier außerordentlich freundlich und wir werden sofort als die „Blogerinnen“ erkannt. Man begleitet uns freudig auf unsere Zimmer, in denen unsere Koffer schon auf uns warten. Hier werden wir wieder überrascht. Ein großzügiges Zimmer mit märchenhaftem Ausblick ins Tal, dazu ein kleiner Präsentkorb auf unseren Betten. So etwas nennt man wohl Gastlichkeit.

Berghotel

In der näheren Umgebung des Berghotels „Wiedner Eck“ kann man außer Wandern nur sehr wenig unternehmen und so gönnen wir uns an diesem Abend erneut einen ausgiebigen Saunagang – auf sehr bequemen „Ruheliegen“.

Wir machen uns frisch für das Abendessen und als wir in das Hotelrestaurant treten, werden wir von einem aufmerksamen Herrn an „unseren“ Tisch geleitet. Zur Begrüßung erhalten wir ein Glas Sekt, während man uns das Abendbuffet erklärt. Das „Schwarzwälder Buffet“ ist für uns ein kulinarisches Ereignis der Extraklasse. An diesem Abend schlafen wir überwältigt von unseren Eindrücken zufrieden ein.

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