7 Etappe: Von Todtmoos-Strick nach Höchenschwand (23 Kilometer)

Wehmütig verlassen wir unsere gemütlichen Betten und das schöne Zimmer an diesem Morgen. Nach einem tollen Frühstück mit frischen Blaubeeren, freuen wir uns auf unsere heutige Strecke, die uns unter anderem nach St.Blasien und den Albstausee entlang führt.

Kuhfladen Slalom und eigene Wege

Wir fühlen uns an diesem Morgen ausgelaugt und die Strapazen des Vortages haben erstmalig ihre Spuren hinterlassen. Es geht bergab nach Todtmoos, wo wir uns die Pilgerkirche anschauen. Weiter wandern wir den Karl-Carstens-Weg an der Wehra entlang, durch eine wunderschöne waldige und felsige Schlucht. Wir quälen uns zum „Ibacher Kreuz“ hinauf und gelangen in ein Naturschutzgebiet. Wir freuen uns „wie verrückt“, als wir feststellen, dass unser Weg uns über Viehweiden führt. Wir genießen den Slalom durch die Kuhfladen, überqueren eine Bundesstrasse und erreichen schließlich Oberibach.

Erneut widersetzen wir uns unserem Kartenmaterial, weil wir gerne den Ort anschauen möchten. Dann möchten wir wieder zurück auf unseren ursprünglichen Weg und haben Schwierigkeiten dabei. Wir erreichen einen Weg, von dem wir meinen, dass er dem angegebenen Weg auf unserer Wanderkarte gleicht. Ein Irrtum, was wir daran erkennen, dass keine Wanderschilder den Weg säumen. Eine Begegnung mit Schweizer Wanderer bringt uns „Gott sei Dank“ zurück auf den richtigen Pfad.

domblick

Domstadt St. Blasien

Über „Mutterslehen“ orientieren wir uns in Richtung St.Blasien. Wir durchqueren außerplanmäßig das „Ibacher Sägewerk“ und gelangen schließlich an eine Bundesstrasse, der wir immer Richtung St.Blasien folgen. An der „Urbacher Säge“ treffen wir wieder auf unser Wanderzeichen und durch den Wald gelangen wir in die Schwarzwälder Domstadt. Nach einer Besichtigung des wunderschönen Doms, genießen wir einen Eisbecher und machen uns wieder auf unseren Weg.

Mit Käsebrötchen in der einen Hand und Blaubeerwein in der anderen Hand gelangen wir am Stadtrand an einer Bäckerei vorbei. Dort wollen wir uns vergewissern, ob wir auch auf der richtigen Route sind. Eine Frau die beim Bäcker einkauft, bietet uns an, uns im Auto ein Stück mitzunehmen. Da es schon spät ist und wir unsere Extrarunden schon gelaufen waren, nehmen wir dankend an. Im dunkelblauen Volkswagen fahren wir bis nach Häusern an den Sportplatz, wo wir uns absetzen lassen. Dort plauschen wir mit einem Wanderpärchen das wir treffen und wandern dann die letzten Kilometer an unser Ziel.

Ankunft in Portens Hotel Fernblick

Als wir unser Gasthaus „Portens Hotel Fernblick“ erreichen, werden wir bereits erwartet. Nach einer herzlichen Begrüßung an der Rezeption, informiert man uns, dass Herr Porten uns persönlich um 19:00 Uhr zum Dinner abholt. Das ist dann auch der Fall. Wir steigen mit unserem Gastgeber in sein Auto.

Zeitreise und regionale Köstlichkeiten

Während der kurzweiligen Fahrt zu seinem historischen Landgasthof „Das Rössle“ erfahren wir so einiges über die Umgebung, Ortschaften und Menschen. Dort angekommen, bekommen wir von Herrn Porten eine kleine Führung durch den Kräutergarten, die Traktorausstellung, den Kuhstall und durch ein paar, original restaurierte Zimmer der historischen Herberge. Wir fühlen uns wie auf einer Zeitreise.

historische_gastzimmer

Nach diesen Eindrücken gehen wir über die Terrasse, unter einer schönen Linde ins Restaurant und speisen fantastische Leckereien aus der Region. Besonders angetan, hat uns das frische hausgemachte Brot.

Pünktlich, gegen 21:30 Uhr fallen uns die Augen zu. Wir sind müde. Herr Porten bringt uns nach einem gelungenen Abend zurück in das Hotel und wir schlafen unverzüglich ein.

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