5 Etappe: Vom Wiedner Eck nach Todtnau-Fahl (23 Kilometer)

Am nächsten Morgen werden wir im Frühstücksraum von Herrn Graph begrüßt, der uns bereits am Vorabend mit seinen Informationen über das Buffet begeistert hat. Er liest uns alle Wünsche von den Augen ab und wir genießen ein verwöhnendes Frühstück in dem Berghotel.

Knöpflesbrunnen und jede Menge Aussicht

Frisch gestärkt laufen wir los. Wir wandern bei traumhaftem Sonnenschein Wiesen und Wege, an alten Bauernhöfen vorbei, ausnahmsweise mal den Wanderideezeichen hinterher. „Haben wir uns auch genügend mit „Zeckito“ eingesprüht?“, denn wir haben beide eine neurotische Angst vor Meningitis und Borreliose.

Weiter geht es, über Stock und Stein, über das „Knöpflesbrunnen“. Dort angekommen, machen wir noch einen kurzen Abstecher auf den Gipfel. Wir haben noch eine Menge „Aussicht“ nachzuholen. Es ist uns heute bestens vergönnt. Wir haben einen Wunderschönen Blick ins Tal. Dort oben gibt es auch ein Gasthaus und Ramona bestellt sich, wie immer in den letzten Tagen, einen Grog. Krissy ordert einen Blaubeerwein bei der freundlichen Kellnerin, während sie die Gastgeberin über die Todtnauer Rodelbahn löchert.

Rodelbahn_berg

Todtnauer Rodelbahn

Wir haben zur Abwechslung mal Bock auf etwas „Jugendliches“. Also verlassen wir zum ersten Male bewusst unsere Wanderroute und schlagen uns durch bist nach Todtnau ins Tal hinab. Die Rodelbahn ist nicht zu übersehen. Wie ein riesiger Lindwurm schlängelt sie sich, hinter jedem Baumwipfel sichtbar, den Berg hinauf. Wir wandern hingegen steil bergab an einem Feriendorf vorbei und erreichen die Innenstadt eines schönen Städtchens. Aber wir haben wieder keine Chance Geld auszugeben. Es ist Sonntag und die Geschäfte haben größtenteils geschlossen. Also auf zum Rodeln.

Wenig später schon, sitzen wir auf dem Zweiersessel mit dem Lift den Berg hinauf. Doch dann heißt es Schlange stehen. Bei diesem schönen Sonntagswetter hatte natürlich der gesamte Südschwarzwald, einschließlich den Nachbarn aus der Schweiz und den Franzosen, die gleiche Idee wie wir und einen Besuch der erlebnisreichen Rodelbahn beschlossen. Wir stehen uns etwa eineinhalb Stunden die Beine in den Bauch und dürfen dann endlich die Bahn runterrauschen. Die Abfahrt ist so spektakulär, dass wir uns für das lange Warten entlohnt fühlen. Aber in der Zwischenzeit ist es auch spät geworden.

Konus und der kürzeste Weg

Wir greifen zu den technischen Errungenschaften unserer gegenwärtigen Zivilisation und Ramona ruft vom Sessellift in Todtnau ihren Vater in Berlin an. Der findet über Internetsuchmaschinen schnell denn richtigen Busfahrplan, Haltestelle und den Hinweis, dass für uns mit „Konus“ die Fahrt sogar kostenlos ist. Auch Krissy konnte endlich mit ihren Eltern in der Schweiz telefonieren, denn ausnahmsweise hatte ihr Handy ebenfalls Empfang.

Ankunft Hotel Lawine in  Todtnau-Fahl

Heute kommen wir mit leichtem Sonnenbrand bei unserer Herberge, in Todtnau-Fahl an. Herzlich wie immer auf unserer Tour, werden wir auch in der familiengeführten „Lawine“ empfangen.

Nach einem kühlen Bier und vor dem Abendessen, marschieren wir noch einmal los zu einem nahe gelegenen Wasserfall. Es ist ein kleiner Abstecher durch das Unterholz, bevor wir uns zum Abschluss des Tages mit einer Forelle „Müllerinnen Art“ in der Lawine belohnen lassen.

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Das heutige Fazit fällt überschwänglich aus: Sonnenschein, wunderschöne Aussichten und Wege, tolles Rodeln und einen leckeren Fisch zum Abendessen – so schön kann Urlaub sein. Wir schlafen ausgezeichnet und sind gestärkt für den nächsten Tag.