Nach einem reichhaltigen Frühstück in „Nimmerland“ verlassen wir das Hotel und beginnen mit dem Anstieg auf den Feldberggipfel. Leider haben wir keine Sicht auf dem höchsten Berg Baden Württembergs. Keine Sicht auf die Schweizer Alpen und kein Blick auf die Französischen Vogesen. Dafür sehen wir auf den Weiden außergewöhnlich hübsche Kühe. Die Luft ist sehr rein und es regnet nicht. Noch nicht.

Es geht den Berg hinab zur „Stübenwasen“, dort erwartet uns eine kleine Ziege mit einer großen Glocke um den Hals. Wir fragen einen älteren Herrn am Wegesrand, wo denn der angekündigte Regen bleibt? Theatralisch blickt er hinauf in die Wolken, ehe er uns versichert: „Mittags geht’s los.“ Gemütlich trinken wir jeder ein Radler am „Stübenwasen“ und wandern nach kurzer Rast weiter.
Regen und eine Umleitung mitten im Wald
Der Regen will nicht bis Mittag warten und holt uns bald ein. Wir naschen fleißig an den Blaubeerbüschen die uns am Wegesrand begleiten und trotzen so dem Regen. Die Hinweisschilder werden weniger oder wir sehen sie vor lauter Regen nicht mehr. Über jedes „Wanderideezeichen“ freuen wir uns. Dummerweise ist zurzeit auch noch dieser Teil des Westweges gesperrt und wir müssen die Route verlassen und den Umleitungsschildern folgen.
Nun wissen wir gar nicht mehr wo wir sind. Keine Schilder nur endloser Regen. Bäume links, Bäume rechts, Bäume überall. „Krissy“ wird bockig – „kriegt Hörnchen“. Jetzt haben wir so tolle Wanderschuhe gekauft, aber keine komplette Regengarnitur. Hätten wir das Geld in Ölzeug investieren sollen? „Krissy“ ist nass, Ramona sieht trocken aus. Hat man Ramona nicht den Regenschirm geklaut? Ramona weicht den Regentropfen besser aus.
Keine Aussicht am Schauinstal
Dank zweier ortskundiger Wanderer gelangen wir wieder auf den richtigen Pfad und erreichen tropfnass das Waldhotel am Notschrei. Die nette Frau an der Rezeption bringt uns Handtücher, sodass wir uns für den zweiten Teil unserer Etappe wappnen können. Tatsächlich brechen wir noch einmal auf und halten uns, den bisherigen Strapazen trotzend, in Richtung „Schauinstal“.
Es regnet wieder heftig. Das schlechte Wetter verdirbt die Freude am wandern. Sturmböen zerstören unsere, vom Hotel geborgten Regenschirme. Wir erreichen den Rundweg des „Schauinstal“ und quälen uns die Treppen hoch. Leider alles umsonst, denn wie erwartet: Keine Aussicht auf Nichts. Wir machen uns mit Frust auf den Rückweg zum Hotel. Ramona versucht einen neuen Streckenrekord aufzustellen, was „Krissy“ verärgert. Leider sind wir nicht schnell genug. Kurz vor dem Waldhotel entscheidet sich der Himmel für einen Wolkenbruch. Nun sind wir nass bis auf die Knochen – sprichwörtlich.

Ankunft im Waldhotel am Notschrei
Im Hotel beziehen wir schnell unser komfortables Zimmer, entledigen uns der nassen Sachen und stürmen die Sauna des Hotels. Zum Abendessen im Waldhotel Notschrei gönnen wir uns eine Schwarzwaldforelle die sehr lecker ist. „Hätte auch aus unserer Spree sein können.“ Nun, gesättigt und entspannt, ziehen wir unser bisheriges Fazit.
Wie haben etwas Gliederschmerzen, die Muskel halten sich gut und überhaupt; geht es uns körperlich besser als erwartet. Früher als normal gehen wir ins Bett. Wir sind kaputt und todmüde.